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Einsparpotentiale

  • Welche Bauteile müssen saniert werden?
  • Wieviel Dämmung verwenden?
  • Was bringt das?

In den Registerkarten unten werden die folgenden Bauteile kurz angeschnitten:

  • Geschoßdecke
  • Fassade
  • Fenster
  • Kellerdecke
  • Lüftung

Vielleicht lesen Sie aber zur Einstimmung meine Gedanken zu einer ganzheitlichen Gebäudesanierung?!

Oberste Geschoßdecke - Decke zum Dachboden

Dies ist die meist effizienteste, einfachste und billigste Form, bei einem bestehenden Haus den Heizenergiebedarf zu senken.
Im einfachsten Fall wird auf die Decke eine
20-30cm starke Dämmschichte
aufgelegt. Soll der Dachboden begehbar bleiben, wird z.B. eine Staffelkonstruktion oder ein Distanzboden mit einer abschließenden Lage aus z.B. Holzwerkstoffplatten notwendig sein. Auch das ist sehr günstig und mit etwas handwerklichem Geschick oder Hilfe von Freunden / Verwandten selbst zu bewerkstelligen.

Die Amortisation liegt - je nach Ausgangssituation und Heizmittel - zwischen 2 und 10 Jahren.

Wichtig: Die Dampfbremse/ Dampfsperre gehört auf die warme Seite der Dämmung, also darunter.

ungedämmtes Dach

Wenn das Dach Ihres Hauses bei Schneelage so aussieht, sollten Sie dringend die oberste Geschoßdecke und/oder das Dach dämmen! Auch Eiszapfen sind ein Warnsignal.

Einfach und schnell verlegt

2 x 10cm EPS Dachbodenelemente plus 1cm Gipskarton - Stöße versetzt verlegt!

Dachbodentreppe

Ist die Decke gedämmt, bleibt die Dachbodentreppe als richtiges "Loch" in der Dämmung übrig. Auch das lässt sich - mit etwas Kreativität und Einfallsreichtum - lösen. Am einfachsten ist das Auflegen einer Dämmplatte, die etwas größer ist, als das Loch in der Dämmung, und sich leicht hochdrücken und wegschieben lässt. Je nach Treppe sind hier verschiedene Lösungen möglich.
Auch eine neue und fabriksfertig gedämmte Dachbodentreppe ist natürlich möglich.

auch möglich

selbst gebastelte Treppendämmung

Die Voraussetzung für eine Fassadendämmung

ist eine wirklich trockene Wand (nicht nur oberflächlich trocken, sondern durch und durch). Bevor Sie Überlegungen in Richtung Fassadendämmung anstellen, sollte dieser Punkt zweifelsfrei geklärt sein.

Vorteile

  • Senkung des Heizenergiebedarfes
  • höhere Oberflächentemperatur der Wand auf der Raumseite. Die warmen Oberflächen werden als ausgesprochen angenehm empfunden, es entsteht ein wohliges Raumklima, die Raumtemperatur kann bei gleicher Behaglichkeit abgesenkt werden.
  • keine Schimmel-Probleme mehr (außer es wird auf Wärmebrücken vergessen!). Trotzdem muss auf konsequente Belüftung geachtet werden.

Beispiel

  U-Wert Oberflächentemperatur* Verluste/m² und Jahr
ungedämmte, 25cm starke, verputzte Hohlziegelwand 1,4W/m²K 15,7°C 110 - 140 kWh
25cm starke, verputzte Hohlziegelwand mit 16cm Vollwärmeschutz 0,21 W/m²K 19,4°C 17 - 21 kWh

* Angenommene Bedingungen: -5°C Außentemperatur und 20°C Innentemperatur

Wie dick dämmen?

So dick wie möglich !!!

Auch bei der Sanierung sollte mindestens ein U-Wert der Wand erreicht werden, wie er beim Neubau heute üblich ist:
0,20-0,25W/m²K
- das sind, je nach Bestand-Bauteil,
ca. 16cm Dämmstärke - mehr ist möglich und sinnvoll!

Lassen Sie sich verschiedene Angebote machen: 8cm, 12cm, 16cm, 20cm. Vergleichen Sie die Endsummen und berechnen Sie, wie hoch der Unterschied pro m² gedämmter Fassade ist. Sie werden feststellen: den größten Anteil am Preis macht nicht das Dämmmaterial, sondern Gerüst, Arbeitszeit, Kleber, Verputz u.ä., die für alle Dämmstärken fast gleich sind.

Warum also weniger dämmen, wenn mehr nicht viel mehr kostet?

Nicht vergessen: Sockel zur Vermeidung von Wärmebrücken mitdämmen!

Fenster als Energiefresser

c Erika Hartmann / pixelio.de

Alte Fenster sind oft wahre Energiefresser und verursachen zusätzlich ein äußerst unbehagliches Raumklima durch niedrige Oberflächentemperaturen (siehe oben bei Dämmung der Fassade) und, wenn sie auch noch undicht sind, durch ständige Zugerscheinungen. Das Sitzen bei tiefen Außentemperaturen neben einem Fenster wird unmöglich, die Raumaufteilung dadurch stark eingeschränkt.

Tipps für den Fensterkauf

Wenn Sie Fensterangebote vergleichen, fragen Sie nach detaillierten Werten:
(für die U-Werte gilt: je niedriger, desto besser - dämmt besser)
U-Wert des Glases
U-Wert des Rahmens (manchmal leider nicht verfügbar); der Rahmen ist der schlechteste Teil des Fensters
U-Wert des Fensters gesamt (sollte verfügbar sein)
Woraus besteht der Abstandhalter? (hält die Scheiben auf Abstand, sitzt ganz am Rand) Aluminium ist am schlechtesten, dann kommt Edelstahl, dann Kunststoff.
g-Wert (Energiedurchlassgrad des Glases); je höher, desto besser, weil die Kraft der Sonne besser genützt wird

Je größer der Unterschied zwischen U-Wert Glas und U-Wert Gesamt, umso schlechter ist der Rahmen.

Tipps für den Fenstereinbau

Die Fenster sollten möglichst wärmebrückenfrei, zumindest wärmebrückenoptimiert eingebaut werden. Das erreicht man z.B., indem die Fenster bündig an die Außenkante der massiven Mauer (im Fall des Massivbaus) gesetzt werden. Dann lässt sich die Fassadendämmung ein Stück über den Fensterstock ziehen. Das vermeidet Wärmebrücken und man spart sich die Dämmung der Laibung (die Fassadendämmung soll entsprechend dick sein, sonst wird das Fensterbrett außen zu schmal).

Weiters sollte man auf einen luftdicht ausgeführten Einbau der Fenster achten, also ÖNORM - Montage (Ausschäumen alleine genügt nicht!)

Dämmung Kellerdecke von unten

Diese ist meist relativ einfach auszuführen, je nach Anforderungen an die Optik. Sie erhöht, vergleichbar mit der Wand, die Oberflächentemperatur des Fußbodens. Und jeder weiß, wie unangenehm kalte Füße sind.
Vorzugsweise mindestens 10cm Dämmung. Ist mehr Platz vorhanden, dürfen es auch gerne 20cm sein!
Achtung: Dämmungen in Heizräumen und Garagen müssen den Brandschutzbestimmungen genügen!

Dämmung Kellerdecke von oben

Wesentlich aufwändiger als die Dämmung von unten ist die nachträgliche Dämmung von oben - bei erdanliegenden Fußböden oder ungenügenden Raumhöhen im Keller oft die einzige Möglichkeit den Fußboden zu verbessern.
Besonders ist dies geeignet, wenn der Fußboden sowieso verändert werden soll oder ausgekoffert wird (bei erdanliegenden Böden).

Es entsteht ein komplett neuer Bodenaufbau mit vorzugsweise mindestens 10cm Dämmung. Ist mehr Platz vorhanden, dürfen es auch gerne 20cm sein!

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung finden in letzter Zeit immer mehr Anwendung - aus zweierlei Gründen:

1.) Sehr hoher Wohnkomfort, angenehmes Raumklima - stets frische Luft in ausreichender Menge ohne Bedienungsaufwand und ohne Zugerscheinungen

2.) Rückgewinnung der Wärme aus der Abluft und damit geringerer Heizwärmebedarf für die Erwärmung der Frischluft (Reduzierung der Energiekennzahl um bis zu 10 bis 15 kWh/m²a)

Nicht nur im Neubau!

Entgegen von manchen Meinungen ist die kontrollierte Wohnraumlüftung auch in der thermischen Sanierung sehr gut geeignet.

Im Gegenteil - besonders bei der Sanierung kommen ihre Vorteile gerade recht: Reduzierung der Luftfeuchtigkeit und damit Vermeidung von Schimmel an thermisch schwachen Stellen (Wärmebrücken), die in der Sanierung leider auch bei sorgfältigster Planung manchmal übrigbleiben müssen.

Funktion und Voraussetzungen sind die selben wie beim Neubau.
Die Leitungsführung ist manchmal etwas schwierig zu bewerkstelligen, bei einem guten Konzept aber machbar.

Hier geht´s ins Detail